1.)    Worin unterscheidet sich die ordentliche von außerordentlichen Bilanzen?

Ordentliche Bilanzen werden in vorher festgelegten Zyklen erstellt. Hierzu zählen zum Beispiel Jahresbilanzen, Monats- und Quartalsbilanzen oder andere zeitliche Abfolgen, die das Gesetz oder aber auch der Gesellschaftsvertrag vorsehen.

Außerordentliche Bilanzen – z.B. Gründungsbilanz, Kapitalerhöhungsbilanz, Kapitalherabsetzungsbilanz, Auseinandersetzungsbilanz, Fusionsbilanz oder Insolvenzbilanz – sind nicht an einen festen Zyklus gebunden. Meist geht einer außerordentlichen Bilanz ein Tatbestand voraus, an den das Gesetz/der Gesetzgeber oder der Gesellschaftsvertrag, die Aufstellung einer Bilanz knüpft.

2.)    Worin unterscheiden sich Handels- und Steuerbilanzen?

Grundsätzlich besteht also eine Differenzierung in verschiedene Anlässe der Bilanzierung. Hinzu kommt eine weitere Unterteilung in Handelsbilanz und Steuerbilanz.

Diese beiden Bilanzen unterscheiden sich durch die Rechtsquelle, nach der sie aufgestellt werden. So ist das HGB / Handelsgesetzbuch die Grundlage für die Handelsbilanz. Die Steuerbilanz muss nach steuerlichen Vorschriften aufgestellt werden.

Da Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften unterschiedlich sind, unterscheiden sich beide Bilanzen entsprechend.

Grundlegender Unterschied zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sind die Wahlmöglichkeiten bei der Bilanzierung.

3.)    Von welchem Interesse sind die Steuergesetze hinsichtlich der steuerlichen Bilanzierung (Steuerbilanz) geleitet?

Da die veranlagende Stelle – also das Finanzamt – ein Fiskalinteresse hat, möchte sie im Rahmen der geltenden Steuergesetze den Gewinn als Bemessungsgrundlage möglichst hoch ausweisen

4.)    Was steht auf der Aktivseite der Bilanz?

Die Aktivseite (= linke Seite der Bilanz) listet die Aktiva – also die Vermögensposten – auf.

5.)    Was steht auf der Passivseite der Bilanz?

Die Passivseite (= rechte Seite der Bilanz) listet die Passiva – also das Eigenkapital und das Fremdkapital (Schulden) – auf.

 

Basislektüre für diesen Beitrag: Das Controlling 1×1: Unternehmenserfolg steuern mit Kennzahlen. Tipps zu Basel II. Checklisten und Fallbeispiele